Ford setzt ein Zeichen: Neuvorstellung in Barcelona

Smartphone auf Rädern? Zukünftige Autotechnik - Foto von: © Sashkin - Fotolia.com

Smartphone auf Rädern? Zukünftige Autotechnik - Foto von: © Sashkin - Fotolia.com

Noch vor dem Start des Genfer Automobilsalons will Ford seinen neuen Focus präsentieren. Allerdings nicht in Genf oder auf einer anderen Automobilmesse, sondern in Barcelona auf der Mobilfunkmesse. Ford will damit ein Zeichen setzen.

Barcelona sieht den Focus zuerst

Im ersten Moment bekommt man es nicht ganz zusammen. Was soll ein Auto auf einer Mobilfunkmesse? Warum soll es dort eher zu sehen sein, als auf einer der größten Automessen der Welt?
Ford will neue Signale setzen. Der amerikanische Autobauer hat einen neuen Standpunkt entwickelt. Die Welt der Autos hat sich verändert, denn mittlerweile sind nicht mehr nur Motorleistung und PS wichtig, sondern auch die Technik im Wagen. Vor allem der Bordcomputer hat eine zentrale Rolle übernommen.
Außerdem ist es ja nicht so, als wäre Ford der erste Autohersteller, der auch das Publikum einer Elektronikmesse beeindrucken will. Es scheint vielmehr mittlerweile zum Trend geworden zu sein, sich auch in dieser Branche zu etablieren. Beide Welten scheinen immer mehr miteinander zu verschmelzen. Schließlich muss sich auch die Automobilbranche an die Entwicklungen der Technikwelt anpassen und mitziehen.

Bordcomputer müssen attraktiver werden

Die Autobauer sehen darin aber vor allem auch eine Chance. Seit der Einführung der Bordcomputer waren diese eher langweilig und teilweise sogar kompliziert in der Bedienung. Dies soll sich nun endlich ändern. Die Infotainment-Systeme sollen attraktiver werden.
Ford hat sich viel vorgenommen, denn der Autobauer möchte eine Vorbildfunktion für die Konkurrenz einnehmen. Im neuen Fokus wurde ein System verwirklicht, das über eine verbesserte Sprachfunktion verfügt. Um Restaurants in der Nähe vorgeschlagen zu bekommen, braucht man beispielsweise nur noch „Ich habe Hunger“ sagen. Die Klimaanlage soll ebenfalls per Sprache gesteuert werden können.
Dass Autobauer heute so viel Aufwand in ihre Technik stecken, liegt zum Beispiel auch an der rasanten Entwicklung der Smartphones. Sie sind die harte Konkurrenz, die es zu übertrumpfen gilt. Heute nutzen Autofahrer ihre Smarthphones beispielsweise auch als Navigationsgerät, womit das für viele schon wieder überflüssig werden könnte.
Im neuen Focus werden außerdem einige nützliche Assistenzsysteme zu finden sein, welche vorher eher dem höheren Preissegment vorbehalten waren. Darunter zum Beispiel ein Ausparkassistent, der vor Fahrzeugen warnt, welche beim rückwärts ausparken den Weg kreuzen könnten. Um eine Kollision zu verhindern, kann der Focus außerdem auch automatisch bremsen.
Ein cleverer Schachzug der Autobauer, denn sie gehen in die Offensive. Sicher wird es zukünftig viele weitere spannende Innovationen geben. Technikmesse und Focus-Neuvorstellung an einem Ort? Warum nicht!

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